Diplomarbeit

 


vorgelegt zur Erlangung des Diplomgrades der Hochschule Pforzheim.


Kulturelle Studie über die institutionelle und wirtschaftliche Entwicklung des lateinamerikanischen Kulturraums zur Bestimmung des Institutionengefüges am Beispiel Kolumbiens


Betreuer: Prof. Dr. Dirk Wentzel
Zweitkorrektor: Prof. Dr. Hanno Beck

Abschlussnote: 1,0.


Einleitung:

Mit der vorliegenden Diplomarbeit konnte ich meine beiden Interessengebiete – Geschichte und Ökonomie – am Ende meines BWL-Studiums zusammenführen. Im Folgenden soll an Hand der Kulturvergleichenden Institutionenökonomik von Professor Leipold aus Marburg, einem Kollegen meines Mentors, Herrn Professor Wentzel, der Kulturraum Lateinamerikas hinsichtlich seines Institutionengefüges und dessen Wandels untersucht werden.

Kolumbien dient dabei als repräsentativer Untersuchungsgegenstand für den ganzen lateinamerikanischen Kulturraum, da sich in diesem Land die Probleme vieler anderer Staaten dieser Region in besonders zugespitzter Form widerspiegeln. Es existieren zwar länderspezifische Besonderheiten, die eine solche Herangehensweise verbieten würden, Mexiko zum Beispiel ist kulturell völlig anders als Argentinien oder gar Venezuela und Kuba, doch basieren die in jedem ehemals unter spanischer Herrschaft stehendem Land vorherrschenden Probleme wie Korruption, Eliteherrschaft oder mangelnde Rechtsstaatlichkeit auf denselben historischen Ursachen und daraus folgenden Fehlern.

Schließlich, und das ist in dieser wirtschaftswissenschaftlichen Arbeit auch ganz entscheidend, sind es einfache mikroökonomische Motive, die den Wandel der Institutionen in allen Ländern Lateinamerikas in eine ähnliche Richtung bestimmt haben, wie zum Beispiel einfache finanzielle Anreize, die jene zu Kolonialzeiten politisch gesetzten oder auch zufällig entstandenen Verfügungsrechte forciert haben, zum Beispiel die Machtkonzentration weniger Großfamilien als direkte Nachfahren der begünstigten kreolischen Oligarchie, oder auch mikroökonomische Anreize, die aus Idealisten korrumpierte Mörder werden ließen, wie die einst linken Bewegungen mit der Zielsetzung sozialer und demokratischer Verbesserungen zu einer Narco-Guerilla wurden.


Aus dem Inhalt:

1 Einleitung

2 Historischer Abriss zur Geschichte Lateinamerikas

3 Neue Institutionenökonomik und Kulturvergleichende Institutionenökonomik

4 Kulturelle Studie des Institutionengefüges Kolumbiens

5 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

6 Literaturverzeichnis


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